Ursula von der Bond
Alex am 15.10.07 in Stammtisch

Ursula von der Leyen (CDU), unsere Spionage Familienministerin, hatte jüngst eine Idee: Jugendliche sollen Testkäufe von Alkohol und Nikotin durchführen. Damit erhofft sich von der Leyen, den gewinnsüchtigen, legalen Drogenhändlern das Handwerk zu legen. Appelle an die Vernunft hätten bei den Händlern zu keiner Einsicht geführt, sagt die Deutsche Kinderhilfe Direkt.
Nun, wie sahen sie den aus, die Appelle an die Vernunft? Sehen sie mal, sie können den Schnaps doch nicht zusammen mit ner Schachtel Kippen an die Kids verhökern, deren Organismus ist doch noch gar nicht bereit für solche Belastungen. Doch, kann ich. Schließlich muss ich eine Familie ernähren, da kommen mir drei verkaufte Flaschen Wodka mehr gerade recht. Ausserdem trinkt mein Kleiner auch und kotzt nicht.
Das war doch schon immer so. Aber die Zahl der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen steigt an. Das ist Fakt. Deshalb gleich in Orwellscher Manier Kinder zur Spionage und Bespitzelung zu erziehen halte ich für falsch.
Bestrafungen haben noch nie gefruchtet, müssten doch sonst die Bürger in den USA lammfromm sein, da dort die Todesstrafe ziemlich flott verhängt wird. Britney Spears sprach sich in diesem Zusammenhang mal für die Todesstrafe aus, mit der Begründung, dass der oder diejenige dann für die Zukunft Bescheid wisse.
Also was tun? Sich an die eigene Nase packen. Wer von euch hat in der Vergangenheit schon mal rauchende Jugendliche aufgefordert, die Kippen auszumachen? Gar denen die Flasche Alk aus der Hand genommen? Ich tue das und zwar mit Erfolg. Zivilcourage heisst das Stichwort, auch wie immer.
Gut, ich stehe vor den Jugendlichen dann als Spiesser da und werde auch schon mal mit ” Verpiss dich alter Wichser” auf die Reise geschickt, die Zigaretten haben sie trotzdem ausgemacht und den Alkohol weggeschüttet. Falls ich damit dann trotzdem ein Problem behalte, kann ich es getrost im Alkohol ertränken.
Ich bin ja keine 14 mehr.

